the mobile garden

I recently stumbled across Chris Kenyon’s Blog about „London, cycling and technology“. His recent entries are a manifestation for his productive attitude towards the city he is living in. Readers of this blog will know how enthusiastic I have become about this in the last couple of months. I started Geek Nite and more recently urbanic out of this urge to be actively living in this city and not just passively complain about it – even though I still do that as well ;)

I also grew to believe in the power of (positive) surprise as seen so beautifully on the faces of Merton’s Improv Partners.

Anyway, Chris came up with this idea of Plantlock. His post-title explains it all – „Plantlock = Cycling + an urban garden“ – and if it doesn’t the picture at the left should do the trick. But nowadays our urban existence seems to be all about mobile – mobile phones, mobile internet, take-away food, mp3-players and so much more. So why not have a mobile garden?

Just imagine being greeted by some nice smelling flowers whenever you unlock your bike! It should be pretty easy to attach flowerbed to the back of any bike. You could grow anything in there – starting with flowers and grass, but also carrots or basilica plants – though I wouldn’t recommend eating them…

Of course this is not going to make Vienna a green city, it is merely an act of communication, signalling to every road user that you can create something beautiful with very limited resources and maybe (but really only maybe) inspire them to do something similar – democracy after all is mainly about demos.

Plantlock = Cycling + an urban garden

„Space is Time“

Dieser Ausruf von Akira Skazaki aus David Lodges Roman Small World trifft den den Nadel auf den literaturtheoretischen Kopf: Zeit, das heißt Erzählzeit, bezeichnet die Dauer, die ein Leser* benötigt, um eine Textpassage zu lesen. Gemessen wird sie, wie man sich denken kann, an der Anzahl der Wörter, oder eigentlich, der Anzahl der Silben. Raum ist also Zeit. Diesen Leser* aber gibt es nicht! Selbst bei dem Paradebeispiel einer ‘zeitdeckenden Erzählung’*, einem Dialog in direkter Rede, kann ich nicht davon ausgehen, dass die Dauer, in der die Passage gelesen wird mit der, in der sie geschieht übereinstimmt. Jeder Leser ließt anders und ebenso spricht jeder Sprecher anders, selbst unter Ausklammerung ihrer gegenwärtigen Situation. Und dann kommt da noch das Problem des vermittelten Erzählens ins Spiel. Denn auch der direkte Dialog wird von einem Erzähler* überbracht und dieser kann wiederum einen Satz getrage oder hektisch vorbringen. Die Unterteilung der zeitlichen Mikrostruktur in zeitdehnend, zeitdeckend und zeitraffend ist also zwar praktisch, entbehrt aber jeglicher theoretischer Grundlage.

Weiterlesen

Schiffsevolution

Mit 10 LVs an der Uni, einem 10 Stunden Job, Geek Nite und meinem neuesten Projekt urbanic bleibt für vorblog leider nur mehr wenig Zeit und Energie übrig. Das ist insofern besonders schade, da es mir die letzten Monate enorm Spaß gemacht hat, hier zu bloggen. Das heißt aber keineswegs, ich würde das sinkende Schiff vorblog verlassen, denn sinkendes Schiff gibt es hier keines. Stattdessen muss sich das Schiff weiterentwickeln, will es den Zeitsturm bestehen. Das heißt vor allem:

  • Informellere Einträge
  • Lockerere Sprache
  • Niedrigere Frequenz

Ich werde versuchen, nach wie vor wöchentlich zumindest einen Artikel zu veröffentlichen und den #ArticleFriday werde ich im monatlichem Format weiterführen.

Warum wählen jetzt besonders wichtig ist

Bundeskanzleramt

Sitz des Bundeskanzlers* in Wien

In einigen meiner vorherigen Posts (z.B. 101st time, Demokratie und Kommunikation) hab ich bereits einer meiner Grunddevisen angedeutet. Die da lautet: you gotta work the system in order to achieve something. Darum kann ich mit Aufforderungen, nicht wählen zu gehen nicht viel anfangen. Und Wünsche, wie die digioms, nach einem unangenehmen, bedeutsamen Bundespräsidenten (oder sogar -in), sind zwar nett, führen aber ins Leere.

Ich bin der Überzeugung, nicht wählen geht von der falschen Prämisse aus, dass ein Protest etwas bewirkt. Dahinter steht das absurde Axiom, das politische System wäre eine Entität, die auf den Protest entsprechend reagieren könnte. Tatsächlich aber ist das politische System eben genau das: Ein System. Und wie viele Systeme funktioniert auch dieses nach dem Attraktoren-Prinzip: Dort, wo etwas (zu holen) ist, dort engagiert man sich.

Das Nicht-Wählen hat dazu geführt, dass das Bundespräsidenten*amt von den Parteien selbst derzeit als nichts anderes gesehen wird, als ein ehrenvolles Pensionistenheim – wie es vor einigen Jahren sogar die Zeitungen noch gewusst haben. Genau um diese Parteien aber muss es uns gehen, denn sie sind es im Endeffekt, die wir davon überzeugen müssen, dass es sich etwas bringt, sich bei den Bundesptäsidenten*wahlen zu engagieren. Und dies tun wir nicht, indem wir sie verweigern, das heißt links liegen lassen, sondern indem wir jetzt erst recht wählen gehen. Erst das wird den Parteien einen Anreiz geben, das nächste Mal eine tatsächliche Bundespäsidenten*wahl anzustreben.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.