Archiv für die Kategorie ‘Literatur’

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Wissenschaft und Literatur

In Literatur, Politik - Gesellschaft - Philosophie on November 23, 2009 von Martin Prechelmacher

Ich mach ja grad ein Proseminar zum Verhältnis zwischen (Natur-)Wissenschaften und Literatur. In der theoretsichen Diskussion zu diesem Thema, ist mir ein etwas seltsamer Gedankenzug aufgefallen: Pethes spricht explizit von der Notwendigkeit, den Gegenstand literature and science erhalten zu müssen. Das ist für mich ein ganz starkes Indiz dafür, dass hier eine Tatsache diskursiv konstruiert wird. Und das gleich in zweierlei hinsicht:

Erst wurde in einem Diskurs, der bis auf Plato zurückgeht und im Zuge der Aufklärung seinen scheinbaren Höhepunkt erlangt hat, der Prozess der Wissenserzeugung, -reproduktion, und -verwertung aufgesplittet in Wissenschaft, Technik und Literatur. Dann wurde diskursiv eine erneute Einheit oder ein innerer Zusammenhang dieser Bereiche konstatiert, die sich auch darin zeigt, dass ich von einer Aufsplittung ehemals geeinter Prozesse und Phänomene gesprochen habe. Mehr lesen »

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Interpassivität (…again)

In Literatur on September 4, 2009 von Martin Prechelmacher

Pfaller spricht von zwei Formen der Interpassivität, die er bezeichnend als ‘Softcore’- und ‘Hardcore’-Interepassivität bezeichnet. Erstere meint Genuss-Prothesen: Wenn z.B. Wünsche aufgrund einer Beschränktheit von Ressourcen (etwa Zeit) auf jemanden anderen oder -es übertragen wird. Zweitere Form, die Pfaller für die interessantere und scheinbar universellere hält, ist ein interner Bedürfniskonflikt. Tatsächlich lässt sich diese ‘Interpassivität’ ohne großem Agrumentationsaufwand, ohne ideologische Rückgriffe und wesentlich stringenter als eine identifikatorische Ersatzhandlung beschreiben. Das ist insofern relevant, als dass es genau das ist, was Werther mithilfe seines Dieners tut und Leon mithilfe des Werther.

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Interpassivität?

In Literatur on September 1, 2009 von Martin Prechelmacher

Es ist nur gut, dass ich mir dieses Buch – “Ästhetik der Interpassivität – ausgeborgt habe und jetzt lese. Ansonsten hätte ich vermutlich behauptet, die Schwester von Sherazad & Amgiad sei eine Geschichte über Interpassivität und wäre darüber begeistert. Allerdings ist dieser ‘Stellvertretende Selbsmord’ des Werther keineswegs interpassiv, wie Robert Pfaller es versteht. Tatsächlich stehe ich dieser Theorie der Interpassivität inzwischen wesentlich kritischer gegenüber – was mich etwas an Schnitzler und Freud erinnert. Ich will hier allerdings keine umfassende Kritik des Interpassivitätsbegriffs liefern, sondern vielmehr zwei Punkte bzw. Formulierungen aufgreifen: Mehr lesen »