Der Schriftsteller – ein rebellisches Wesen

Weil was es uns zu schreiben verlangt im Grunde genommen unbeschreiblich ist.

 

 

Ich hab mal wieder über eine systematische Herangehensweise an ’s schreiben, bzw. ans Schreiben Lernen oder noch besser, Schreibn verbessern, nachgedacht. Dabei erinnerte ich mich an eine Projektidee, die ich vor fast einem Jahr hatte: eine Reihe von Texten, die sich ausschließlich mit „Unbeschreiblichen“ auseinandersetzen. Damit gemeint ist keineswegs Metaphysisches à la „Supernatural“ oder „The Grudge“ (ja, ich habe gestern fern gesehen), sondern dieses „unbeschreibliche“ bezieht sich aufganz alltägliche Dinge, wie Gerüche, Kinestätisches, Geräusche,…und im Endeffekt dann auch Gefühle. Das Besondere daran (bzw. das Schwierige und somit Herausforderung), wäre die unglaublich große Präzision, die dafür nötig wäre und gleichzeitig das Feingefühl, zu wissen, wann Präzision in Nebel übergehen muss, also wann es genug ist mit der Präzision.

Diese Erinnerung führte mich aber weiter zu dem oben genannten Satz: Weil was es uns zu schreiben verlangt im Grunde genommen unbeschreiblich ist.

Das wiederum brachte mich direkt auf den Autor und, da ich stark camus-geprägt bin auf  den Absurden Menschen: Der Schriftsteller als Eroberer! Er ist ein Tantalos, der nach dem strebt, was er nicht bekommen kann, immer weiter strebt und dabei, der Widersinnigkeit seiner Handlungen nicht aufgibt. Er ist ein Sysiphos, der durch seinen Trotz gegen diese Widersinnigkeit, jene besiegt…Schreiben als Rebellion wider die Kontingenz!

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