Archiv für Dezember 2007

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Featured Poem – the last 07

Eigentum

Ich weiß, daß mir nichts angehört

Als der Gedanke, der ungestört

Aus meiner Seele will fließen,

Und jeder günstige Augenblick,

Den mich ein liebendes Geschick

Von Grund aus läßt genießen.

Featured Poem – 52. ’07 ?

Willkommen und Abschied

(Spätere Fassung, ~1785)

Es schlug mein Herz, geschwind, zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stand im Nebelkleid die Eiche
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut! Weiterlesen

Commstructation – communication and constrictivism

Kommunikation und Kostruktivismus – commstructation:

Constructed Communication that is common to all

Vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass die Anzahl der „Stäbchen“ (für das Farbsehen – rot, gelb und blau) auf der menschlichen Netzhaut von Individuum zu Individuum variiert – und nicht nur die Anzahl, sondern auch das Mengenverhältnis der drei Stäbchen-Arten zueinander. Somit sehen verschiedene Menschen ein und daselbe Objekt in zwei unterschiedlichen Farben. Und das ohne die verzerrende Intervention, sprich Interpretation des Gehirns! Wenn dem aber so ist, stellt sich die Frage, inwieweit wahrhafte Kommunikation zwischen zwei „normalen“ Menschen überhaupt auch nur im entferntesten vorstellbar ist. Weiterlesen

XO, Schreiben & Co.

xo laptop in action

Seit längerem trage ich in mir den Gedanken, mich wieder über einen ausgewachsenen zu wagen. Bei mir ist es aber so, dass ich längere Texte (fast) immer per Keyboard schreiben muss. Meine beiden bisherigen Romane sind beide Computerkinder. Nun gut, nicht weiter schlimm…eigentlich. Nun ist es aber so, dass meine Freundin eine Fachbereichsarbeit schreibt und damit meinen laptop beinahe ausschließlich für sich in Beschlag nimmt. Außerdem ist es ein Desktop Replacement – sprich groß und schwer, zumindest zu schwer um ihn ständig mit sich herumzutragen. Deshalb folgender Gedanke: eine billiges Mini-Notebook zum überhall hin mitnehmen und schreiben. Es ergeben sich im Grunde genommen zwei Optionen: Intel’s Eee PC oder OLPC’s XO Laptop. Ich möchte an dieser Stelle einige Dinge über den xo und seine Ziele sagen:

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Featured Poem – 51. ’07

 

Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht,
Die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht,
Die etwa möchten kommen;

Der Augenblick ist mein,
Und nehm ich den in acht
So ist der mein,
Der Jahr und Ewigkeit gemacht.

 

Andreas Gryphius

 

Schreiben für und zu, sehr erfreut!

Es wird mal wieder Zeit für einen eher persönlichen Artikel, und einen kurzen noch dazu:

Schreiben für und zu, mein Name und mein Sein, sehr erfreut! Wie, wenn es mir erlaubt ist zu fragen, war noch mal Ihr Name?

Vor ein paar Tagen hatte ich mein Notizbuch bei meinen Eltern vergessen, was in drei Tagen Nervosität resultierte. Der Grund scheint eine Mutation meines Blutes zu sein: Das Schreiben, beziehungsweise über dem schwarzen Büchlein zu sitzen und mit meinen drei Stiften zu spielen ist mir in’s Blut gegangen. Die ganze Zeit über wollte ich schreiben – und konnte aber nicht solange ich nicht jenen helldunklen Fleck vor meinen Augen wahrnahm. Nun habe ich es und das Schreiben mich wieder. Trotz allem aber etwas gedämpft. Gedämpft – und jetzt kommt der Titel ins Spiel – weil Weiterlesen