Schreiben für und zu, sehr erfreut!

Es wird mal wieder Zeit für einen eher persönlichen Artikel, und einen kurzen noch dazu:

Schreiben für und zu, mein Name und mein Sein, sehr erfreut! Wie, wenn es mir erlaubt ist zu fragen, war noch mal Ihr Name?

Vor ein paar Tagen hatte ich mein Notizbuch bei meinen Eltern vergessen, was in drei Tagen Nervosität resultierte. Der Grund scheint eine Mutation meines Blutes zu sein: Das Schreiben, beziehungsweise über dem schwarzen Büchlein zu sitzen und mit meinen drei Stiften zu spielen ist mir in’s Blut gegangen. Die ganze Zeit über wollte ich schreiben – und konnte aber nicht solange ich nicht jenen helldunklen Fleck vor meinen Augen wahrnahm. Nun habe ich es und das Schreiben mich wieder. Trotz allem aber etwas gedämpft. Gedämpft – und jetzt kommt der Titel ins Spiel – weil ich Schreiben un Literatur zwar als etwas Edles und, ich kann mich dessen leider nicht erwehren, elitäres ansehe aber doch der Ansicht bin, dass man Schreiben als solches zwar ein „einsamer“ oder zumindest individueller Prozess ist, aber man nicht nur für und mit sich selbst schreiben kann. Das erste Mal, als ich über diese Einstellung stolperte und nachdachte, war bei einer Lesung und Diskussion von und mit Paulus Hochgatterer, der im Anschluss zu mir und einem, damals ebenfalls schreibenden Freund sagte, „schreibt aber vielmehr lasst lesen. Ihr habt hier in der Schule Vorraussetzungen wie nie wieder sonst. Gebt eure Texte euren Freunden zu lesen oder macht Literatur-Projekte.“ (nicht ganz wortgetreu vermute ich) Leider waren wir damals bereits im letzten Jahr, hatten Stress und ohnehin nicht mehr viel Zeit an der Schule. Ergo: Wir haben nichts gemacht. Der Zeitstress ist aber nur der eine Grund: auch hatten wir Angst. Es war ein Fehler, natürlich.

Ich glaube, für einen Schriftsteller gibt es kaum etwas wichtigeres als der Kreis, in dem er schreibt; nicht zwingend, weil dieser Kreis über die Texte reflektiert und weil der Kreis sich selbst beeinflusst, sondern vielmehr because it keeps you going! Eine geteilte Leidenschaft, die sich selbst erhebt!

Etwas theatralisch, zugegeben. Jedenfalls an alle da draußen, die schreiben – nicht, dass ich selbst so viel Erfahrung hätte, und so gut bescheid wüsste; eher das Gegenteil – schreibt nicht allein, sondern „lasst lesen“ und vor allem lest – in der Gruppe. Das war und ist mein Appell an die Schreibenden…

Danke, sehr erfreut, euer vordichtung


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