Commstructation – communication and constrictivism

Kommunikation und Kostruktivismus – commstructation:

Constructed Communication that is common to all

Vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass die Anzahl der „Stäbchen“ (für das Farbsehen – rot, gelb und blau) auf der menschlichen Netzhaut von Individuum zu Individuum variiert – und nicht nur die Anzahl, sondern auch das Mengenverhältnis der drei Stäbchen-Arten zueinander. Somit sehen verschiedene Menschen ein und daselbe Objekt in zwei unterschiedlichen Farben. Und das ohne die verzerrende Intervention, sprich Interpretation des Gehirns! Wenn dem aber so ist, stellt sich die Frage, inwieweit wahrhafte Kommunikation zwischen zwei „normalen“ Menschen überhaupt auch nur im entferntesten vorstellbar ist.

Wenn Farben, die auf die Empfindung und den emotionalen Zustand einer Person eine grundlegende Wirkung ausüben von jedem Menschen anders gesehen werden, so kann eine Umgebung, die für den einen Wärme und Geborgenheit symbolisiert (durch ihre dunkel-orangene Farbe), auf den nächsten schon eine sprudelnde Aggressions-Quelle bedeuten (durch das knalle rot).

Wir alle wissen, jeder Mensch ist Produkt aus dem Zusammenspiel seiner Zeit und seinen individuellen Erfahrungen, wobei „Produkt“ diesem emergenten Prozess nicht gerecht wird. Die Einflüsse, die ein Mensch durch seine Umwelt erfährt, manifestieren sich (u.a.) in der Struktur seines Gehirns. Diese wiederum dient als Wertmaß für die Einordnung einer jeden weiteren Erfahrung (mehr hierzu in meinem Artikel über die menschliche Determiniertheit). Aufgrunddessen ist es zwingend, dass bei mehreren Beobachtern ein und derselben physikalischen Situation, die Erfahrung eines jedes Einzelnen nicht nur von den physikalischen Tatsachen abweicht (ich lehne nach wie vor jede Art von Solipismus ab), sondern auch von jeder anderen Erfahrung dieser Situation. Denn es ist keineswegs die Beobachtung einer Situation, die die Erfahrung macht, sondern vielmehr deren Einordnung in das bestehende Wertesystem und nötigenfalls dessen Überarbeitung. Die Hoffnung besteht aber weiterhin, dass Menschen mit ähnlichen Erfahrungen ein ähnliches Wertesystem aufbauen und dementsprechend auch zu einer ähnlichen Erfahrung bezüglich einer Situation kommen. Wenn sich nun aber prä-neuronale Faktoren wie die abweichende Stäbchen-Zahlen mit chaostheoretische „Fakten“ verbünden, sieht es für diese Hoffnung eher schlecht bis schlimm aus…

Für die kommende Überlegung entschuldige ich mich jetzt schon – ich bin nun mal etwas romantisch: Aber kann es nciht sein, dass wahrhafte Kommunikation auf einem sechsten Sinn beruht, einem direkten Austausch zwischen Individuuen – auf Empathie? Natürlich bin ich gegenüber jedem Vorschlag eines „bioenergetischen Feldes“ oder unter welchem Decknamen sich diese Idee noch verstecken sollte äußertst skeptisch eingestellt…aber man wird ja wohl noch daran denken dürfen, oder?

Fazit also: Der Artikel ist eine einzige Frage!

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