Linux und die Kreativität

Wie ich ja bereits in einem früheren Artikel die Verbindung zwischen Dichtung/Schriftstellerei und Programmieren aufgezeigt habe werdet ihr hier nun Teil einer weitern Ankündigung:

Viele Schriftsteller sind heutzutage bereits ausschließlich Computerschreibende und wenn man den Marktstatistiken glauben schenken darf sind von diesen Computerschreibenden über 85% WindowsComputerSchreiber, 10%Mac und vielleicht 3% Linux. Meine persönliche Einschätzung ist, dass etwa 80%Windows verwenden,etwas unter 20% Mac und vielleicht 0,5%Linux. Dabei ist Linux das modernste Betriebssystem mit der weltweit größten Entwickler“mannschaft“! Deshalb ist mein Plan, ein Schriftsteller-Linux zusammenzustellen. Zusammenstellen deshalb, weil ich keineswegs vor habe, wie etwa Tapani Räikkönnen (von Musix) zwei Jahre lang an einer völlig neuen Linux distribution zu arbeiten sondern eine bereits bestehende Distro mit einer eigenen Auswahl an Software versehen werde.

Für Linux-Geeks: Ich werde das Schriftsteller-Linux entweder auf Slackware/Zenwalk, Debian oder GoblinX aufbauen.

  1. Slackware/Zenwalk fällt wohl weg, da Zenwalk ganz entgegen meinen Erwartungen weder eth0 noch eth1 auf meinem Laptop erkannte.
    Außerdem stellt sich die Frage, ob nicht eine Ubuntu basierte Version klüger wäre, da diese für den Endnutzer leichter zu bedienen ist – auch wenn Ubuntu meinem Linux-Herz weh tut…

    • servuzmaxguat
    • 14. Januar 2008

    Warum machst du denn nicht einfach eine Liste mit guter Software für Schriftsteller. Lexikonsoftware, DTP, LaTeX usw.
    Meistens ist die Software doch sowieso schon dabei. Dann brauchst du sie nur vorstellen.

  2. Natürlich ist meist einiges schon drauf aber so sachen wie Scribus, BasKet, Lyx, Kdisserter, Freemind, Nvu hab ich bisher selten per default in ner distro gefunden.
    aber wenn wir schon dabei sind: hast du irgendwelche vorschläge bezüglich guter software für creative writing?

    ich habe übrigens ein Puppy Linux Derivat gefunden, welches auf sich auf Schriftsteller spezialisiert hat – allerdings finde ich das angebot nicht sehr zufriedenstellend…

    • servuzmaxguat
    • 16. Januar 2008

    Meine Vorschläge sind nicht sehr revolutionär, denn im Allgemeinen ist es ja so, dass der Autor schreibt, der Verlag (oder ein Satzbüro) setzt.

    Deswegen ist meine Auswahl sehr einfach:
    * Ideen auf ein Blatt Papier oder Notizblock
    * Geschrieben wird in Openoffice (wg. Plattformunabhängigkeit) – Ideen in möglichst erst kleinen einheiten organisieren und dann zusammenführen
    * Textsatz, dann in LaTeX (sofern ich es selbst veröffentlichen wollte/sollte) – aber wirklich erst am Schluss, wenn der Text steht.

    Aber du meinst wahrscheinlich den Kreativprozess davor: Wie organisieren ich meine Ideen? Wie schreibe ich mein Manuskript effektiv?

    Elektronische Ideen-Visualisierer oder -Organisierer liegen mir nicht. Der Bleistift und ein Füller sind meine Freunde, weil sie die Hand verlangsamen und die Gedanken sich beim Schreiben leichter besser reflektieren lassen.

    Die Zettel werden dann einfach abgetippt. Bei größeren „Projekte“ führe ich parallel ein Tagebuch und eine Buchgliederung. alles per Hand.

    Also keine besondere Software. Mit den Sachen, die du aufführst, bist du, glaube ich, schon auf dem richtigen Weg.

    Zusatz: Ich meine aus der Erinnerung: Drehbuchautoren haben noch eigene Ansprüche, für die es Spezialsoftware gibt.
    Gruß

  3. Ich mach eigentlich auch alles bis auf das tatsächliche Schreiben (und selbst das nicht ganz) per Hand, weiß jedoch von vielen meiner Freunde, dass sie alles am Computer machen – zumindest soweit es geht.
    Grundsätzlich meine ich, dass die Kreativität, zumindest was die Strucktur, den/die Handlungsstrang/änge und Charaktere anbelangt, durch den Computer eingeschränkt wird und diese möglichst nach Außerhalb (des Rechners) verlagert werden sollte.
    Was das Schreiben selbst anbelangt sehe ich im Computer doch Vorteile. Der Größte dieser ist wohl die Einfachheit von Revision Control, dass man also zig verschiedene Versionen schreiben kann und nicht im Geringsten durcheinanderkommt (zumindest mit den documents)
    Den allergrößten Vorteil sehe ich aber für Schriftsteller, die viel an Research betreiben, bevor sie sich an ein großes Projekt wagen. Information lässt sich hier mit BasKet und/oder Zim perfekt organisieren und aufbewahren. Auf die Idee in BasKet zu schreiben wär ich nie gekommen (ausser wenn ich mal was ganz ganz ganz dringend und schnell aus meinem Kopf bekommen muss während ich vor BasKet sitz) aber gerade für Informationsverwaltung eignet es sich prima. Und ideal ist es auch um den Fortschritt der Arbeit zu überprüfen (see GTD für BasKet).

    Wegen Drehbuchautoren – ja es gibt Spezialsoftware. Da ich aber nur Dramen (und selbst die eher selten) schreib, kann ich schwer die Qualität der verschiedenen Produkte für Linux einschätzen.

    I’ll still try it!

  1. 14. Januar 2008
    Trackback from : Writing Linux « >litebulp<

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