welch spannende zeit!

In Österreich regen wir uns auf über die FPÖ oder das BZÖ, jedoch können wr uns nur bei ihnen bedanken! Sie, im gegensatz zu mach anderen Parteien in Österrich und manche ihrer Kollegen n anderen Ländern, richten kaum schaden an. Natürlich, wir Österreicher sind nörgler und natürlich verletzen Strache und Co. unseren Stolz als Demokratie-Anhänger. Eigentlich aber können wir stolz auf usere Mit-Österreicher sein. Sie mögen nörgeln, sie mögen kaum etwas von den Verhltnissen wissen wollen, in denen wir uns heutzutage befinden, vielleicht sind sie sogar reichlich naiv, aber immerhin, sie lassen nicht zu, dass extremistische Nationalisten unser Land zugrunde richten!

Ich muss eines dazusagen: Ich fühle mich selbst nicht als Österreicher. Vielleicht bin ich mehr EU-Bürger, jedenfalls bin ich grundsätzlich Pro-EU und gegen Nationalismus (nicht unbedingt nur in extremistischer/rassistischer Ausprägung).

Fakt ist, dass wir in ungemein spannenden Zeiten leben. Und in ungemein gefährlichen. Ich kenne viele Leute, ich selbst war lange Zeit einer von ihnen, die meinen, heute wäre alles k(l)ein. K(l)eine Leute,k(l)eine Geister, k(l)eine Probleme und vor allem k(l)ein Sinn. Leute, die sich nach spannenden Zeiten sehnen, nach Zeiten, in denen sie ihren Charakter unter Beweiß stellen könnten, Zeiten, wie WWII. Sie sagen Dinge, wie „Ich weiß, es klingt pervers, aber irgendwie wünschte ich, ich lebte 1938, damit ich sehe, wie ich reagieren und handeln würde“. Dass sie allein damit aber bereits ihren Charakter unter Beweiß stellen – und zwar im negativen Sinne – ist offensichtlich niemanden bewusst. Wie würde ich handeln, ist nicht nur eine müßige Frage, sondern auch – und zwar größtenteils – eine unmoralische, denn entscheidend ist nur, wie ich tatsächlich handle! Wie ich tatsächlich reagiere!

Wie gesagt, wir leben in ungemein spannenden Zeiten. In leichter Abwandlung des Spruches, könnte es heißen, Heute ist der Anfang vom Rest dieser Welt! Nach der wochenlange Blockade der Zulieferwege versuchen im Tschad Hilfsorganisationen verzweifelt, ihre Nahrunsvorräte vor der Regenzeit aufzustocken. Eine internationale Schutztruppe, Eufor, versucht sie und Flüchltinge aus Darfur zu beschützen und für eine stabilere Lage in Zentralafrika zu sorgen. In Darfur selbst geht das Völkermorden weiter. Was geschieht im Kongo? Das lezte, was ich hörte, war Bürgerkrieg – das ist jetzt sicher bereits über ein Monat her. Die Unabhängikeitserklärung des Kosovo ruft extremistische Veteranen-“Protestanten“ auf den Plan, die Botschaften und Grenzposten in Brand stecken und erzeugt international eine Stimmung, die der des Kalten Krieges ähnelt. In die Zerspaltenheit des Sicherheitsrates hinein marschiert die Türkei im Irak ein und die IAEO warnt erneut vor dem Iran. China bereitet sich offenbar auf einen Cyber-Krieg gegen die USA vor, dänische Zeitungen drucken erneut die umstrittenen Mohammed Karikaturen ab,…

Die alles entscheidende Frage ist: Wie reagieren wir darauf?

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