lindennacht

Endlich ist es mir gelungen, Reiner Kunzes neuestes Werk lindennacht unter die Augen zu bekommen – und in die Finger. Ganz so leicht war das nicht.Anyhow…nachdem ich nun auch mein erstes Bild von meinem lyrischen Ideal gesehen habe (er sieht anders aus, als ich ihn mir vorgestellt habe…aber stimmig), und das etwas…vorsichtig-stimmende Kommentar vorne („…immer kunstloseren Mitteln…“) hinein ins Getümmel…

So, das waren jetzt viele Punkte auf einmal, Kunze brauch derer nicht soviel. Als ich gelesen habe (wenn ich nur wüsste wo), dass Kunze im Verlauf seiner literarischen Laufbahn immer prägnanter, kürzer,…werden würden und sich dieser „Trend“ auch in lindennacht vortsetzt, erwartete ich eine Art Haiku und Senyu Gedichtband. Dem ist, um das schnell einmal klarzustellen, nicht so. Noch hatte ich kaum Zeit richtg hineinzuschmökern – nur -schnupern ist sich ausgegangen – bis jetzt scheint es, wie eine literarische Reflexion seiner Kindheit als Bergarbeitesohn und Zeitzeuge eines Krieges, den niemand erleben wollte. Und Jakub Ekier, dessen Zitat ich oben erwähnte hatte recht: irgendwie schafft Reiner Kunze es, mit so einfachen Worten und Strukturen, dass es schwer ist, sie als Kunst zu bezeichen, literarische Qualität zu erzeugen…

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