Archiv für Dezember 2008

Quantum of Solid

Gestern Nacht war es wieder einmal soweit: Die neueste Form des Patchenkinos, das Notebook-Kino, hat bei mir einzug gehalten.
Nun stellt sich natürlich die Frage, was hat er sich angeschaut? Ich geb euch mal einen Tipp: An was erinnert euch der Titel dieses Posts? Genau: An einen der berühmtesten Briten mit der (ziemlich sicher) berühmtesten Zahl dieser Welt: James Bond alias 007.

Überraschenderweise war Quantum of Solice sogar gut! Nach wie vor nicht in einer Liga mit Agentenfilme wie War, Inc, Grosse Pointe Black (ja, ich steh auf John Cusack!) oder sogar Spy Game, aber die Entwicklung des neuen Bonds (von grottig, wie ich den ersten fand, zu ziemlich gut) lässt auf Zukünftiges hoffen!

Mir, als technologie-affinen Menschen, haben zwei Dinge besonders gefallen:

a) er fährt NORMALE Autos!!!
b) der Multitouchscreen zu beginn und Bond’s Handy

Ich hoffe bloß, dass M es bis in den nächsten Film schafft!

Weiterlesen

Loveology – Serino Studios

love-ology, love-ology, I’m sorry-ology, forgive me-ology

Regina Spektor ist ohne Zweifel eine der größten Singer-SongwriterInnen unserer Zeit mit den großartigsten Texten. Zusammen mit den Weakerthans, den Dresden Dolls, Kimya Dawson und Tomte sind sie wohl die literarisch kreativsten unter den Musikern (und für uns Literaten besonders wichtig).

Heads Up auch für Nora (aka Serino Studios) für dieses gelungene Video!

Vier „Kinderbücher“, die man gelesen haben muss

Ich fange mit dem offensichtlichen, das zu erwähnen mir beinahe peinlich ist, an:

Momo (Michael Ende)

Die Geschichte eines kleinen Mädchens, das gegen die zeitstehlenden Grauen Männer. Sehr phantasievoll

Mio, mein Mio (Astrid Lindgren)

Bo Vilhelm Olsson, der Sohn eines Märchenkönigs, der sich zusammen mit seinem besten Freund Jum-Jum aufmacht, die entführten Kinder vom bösen Ritter Kato zurückzuholen.

Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)

Ich glaube nicht, dass ich über den Prinzen irgendetwas sagen muss. Trotzdem: Sehr philosophisch und wunderschön!

Der König und das Meer (Heinz Janisch)

Kürzestgeschichten von einem König, der mit allen möglichen Dingen seiner Umgebung spricht und von ihnen lernt. Beispiele sind das Fischernetz, das sich weigert, das gesamte Meer zu fangen, der Baum, der in seiner Krone Vögel hausen lässt und die Wolke, die nicht aufhört zu regnen. Hört sich kitschig an, ist es aber nicht!

Twiteratur

Ich habe gerade eine kleine, etwas ungewöhnliche, bei genauerer Betrachtung aber durchaus logische Twitter-Community entdeckt: Raconteur bzw. „futuristic cybercafé“. Wenn man auf den Link klickt, bemerkt man sogleich die offensichtliche Kreativität dieser Community: Sie haben die Friendlist eines Twitter-Accounts (der selbst nur 2 Updates erfuhr) als Community-Portal umfunktioniert und so eine Möglichkeit gefunden, Twitter um die heißdiskutierte Funktion der Groups zu erweitern.
Kreativ müssen sie auch sein, sind sie doch allesamt Schriftsteller – oder Twiteraten (nicht zu verwechseln mit einem anderen Neologismus: den Twiraten ;-) ). Twiteraten sind nichts anderes, als Literaten im Twitter-Format. Dass das nicht unbedingt schlecht sein muss, beweist ja bereits das Haiku, welches nicht viel länger, zumeist aber sogar kürzer als ein Twitter-Update ist.
Rein technisch gesehen, eignet sich Twitter hervorragend für (spontane) Poetry-Slams. Auch scheint mir die Hemmschwelle geringer zu sein, was bedeutet, dass sich auch Neulinge auf dem Gebiet daran wagen können, ohne sich groß zu blamieren.

Ich möchte an dieser Stelle auch noch auf einen poetologischen Ansatz eines anderen Schriftsteller, Blogger und u.a. auch Politiker hinweisen:

Einen Roman über das Individuum zu schreiben erscheint mir zusehends aussichtslos. Gedichte, die gingen ja gerade noch. Ein Gedicht ist in gewisser Weise ja auch nur ein Fragment. Am besten wären allerdings Notizen, zu Schrift erstarrte Beobachtungen, die nichts weiter sein wollen, als Fetzen einer Existenz im Individuellen ebenso wie im Gesellschaftlichen.
 (Raimund Bahr @ Journale aus dem Hades)

Ich rate wirklich dazu, den ganzen Artikel zu lesen – er ist es wert! Jedenfalls: Die Grundidee von Twitter sind doch Fragmente. Auch wenn sie nicht literarisch gedacht war, so kann es trotzdem so verwendet werden.

Ich für meinen Teil halte die Twiteratur für eine der großen künstlerischen Chancen unserer Zeit.

Essen Spenden – spendend Essen

Meinen Respekt vor Katharina Winkelhofer! Sie zieht es nun das dritte Jahr durch: Weihnachtsessen mit (beinahe) all ihren FreundInnen inklusive Spendensammeln für verschiedene soziale Projekte. Dieses Jahr ist es ein Suppenprojekt in Rumänien. Das tolle daran: Es ist die Fortführung für das Projekt, für das sie letztes Jahr gespendet haben: Damals ging es um Straßen- (und zumeist Waisen-)kinder. Nun sind es die ehemaligen Straßenkinder, die eine Suppenküche für Obdachlose betreiben. Doppelt sinnvoll also! Und einen Spender mehr hat sie dieses Jahr auch…mich;-)

Ich finde das eine großartige Idee, die nicht viel Aufwand bringt, wenn man es im kleinen und privaten Rahmen macht und trotzdem etwas effektiver ist, als einfach nur selbst zum Erlagschein zu greifen…also mein Appell: Tut es Kathi nach!

(ich werde Links hinzufügen, sobald ich welche habe)

Sartre’s verwirrte Sprache

Nein, ich meine nicht Sartre’s verwirrende Sprache…

Ich habe mich entschlossen, wieder etwas Sartre zu lesen, derzeit gerade „Das Imaginäre“ (Rowohlt, 1994). Es hat mich früher schon gestört, doch jetzt kann ich es erstmals richtig formulieren: Sartre springt in seinen philosophischen Schriften zwischen verschiedenen Sprachebenen hin und her! Er definiert Zusammenhänge, oder schreibt, ein gewisses Wort habe in Zusammenhang mit dem vorstellenden Bewusstsein keinen Sinn, benutzt jedoch genau dieses Wort zwei Seiten weiter doch in Zusammenhang mit dem vorstellenden Bewusstsein! Es ist keineswegs so, dass er dadurch die ursprüngliche Verneinung der Beziehung zwischen den beiden Worten aufhebt oder gar umkehrt, sondern vielmehr so, dass er besagtes Wort plötzlich in einer anderen Art und Weiße (eben einer anderen Ebene) benutzt. Spricht er erst von einem philosophischen Zusammenhang, benutzt er das Wort später in einer Art Alltagssprache. Weiterlesen

Google’s Markt Strategie

Ich hab hier eine Präsentation gefunden, die Google’s Marktstrategie recht anschaulich erklärt.
Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, dass Google durch verschiedene Methoden den Netzwerkverkehr auf ihre (oder seine, wenn man davon ausgeht, dass Google die Personifizierung des Bösen ist) Seiten zu erhöhen, um Werbeeinnahmen zu steigern. Die drei wichtigsten Elemente dabei sind wohl:

  • Ankauf von Konkurrenten und Innovativen Internet-Diensten
  • Forcieren des Open Webs zur Steigerung des Netzwerkeffekts auf Google’s Dienste
  • Einbinden der OpenSource-Community zwecks, Innovation, Öffentlichkeitsarbeit der Developer (als Sideeffect), und testen neuer Funktionalitäten

Leider kann ich die Präsentation nicht direkt einbinden, da wordpress.com das embedden von iframes und script-flags unterbindet! (kleiner Seitenhieb)