Philosophie der Menschenrechte – Suhrkamp

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UN Flag from Wikimedia Commons

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Wer kennt dieses Logo nicht? Zumindest in der westlichen Welt wird es kaum jemanden geben, der dieses noch nie gesehen hat – und sei es nur auf den den Türen von Militärjeeps in den Nachrichten.

Wer es nicht ohnehin schon gelesen hat (oder es vielleicht sogar weiß): dies ist die Flagge der United Nations (UN). Und das wiederum ist die Organisation hinter der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte„. Diese sind das Thema des heutigen Posts: Sie anhand einer Diskussion zu Georg Lohmanns Beitrag in „Philosophie der Menschenrechte„, einem Sammelband erschienen im Suhrkamp Wissenschafts Verlag.

Nach Lohmann, sind die Menschenrechte definiert durch ihren universellen (sie gelten für Menschen aller Kulturen und Zeitalter) und kategorischen (sie können keinem Menschen abgesprochen werden) Anspruch. Darüber hinaus gelten sie für alle Menschen gleich und sind somit egalitär.

Darüber hinaus ist zu unterscheiden zwischen negativen Freiheitsrechten (status negativus), denen entsprochen wird, wenn Handlungen unterlassen werden, positiven Teilnahmerechten (status activus – politische Rechte) und sozialen Teilhaberechten (status positivus – wirtschaftliche Rechte).

Den meisten Menschen sind hier nur die negativen Freiheitsrechte bewusst: Keine Diskriminierung, keine Folter, keine Sklaverei, keine Unterdrückung, kein Töten…
Der Grund, dass uns gerade diese Rechte bekannt sind, ist meiner Ansicht zweierlei: Mord, Folter und Unterdrückung sind vermutlich die „lautesten“ Verbrechen gegen die Menschenrechte, gleich gefolgt von Diskriminierung und Sklaverei. Ihre graphische Darstellung ist ein Leichtes und schon seit langem alltäglicher Teil der internationalen Berichtserstattung. Dies ist dann auch der Grund, und somit ist der zweite Grund eine Folgerung aus dem ersten, dass Organisationen wie Amnesty International entstanden, die laut gegen solche Verbrechen protestieren. Aber auch sie benutzen für einen Großteil Ihrer Öffentlichkeitsarbeit populistisch-manipulative Mittel. (Man denke hier nur an „Das geht vielen durch den Kopf“).

Wesentlich schwerer in den Kopf der Menschen zu kriegen sind da schon die sozialen Teilhaberechte. Am einfachsten ist es vermutlich mit Bildern der Armut in Afrika, sagen wir zum Beispiel Burkina Faso. Nur kurz: Hauptexportgut von Burkina ist Baumwolle, die allerdings kaum etwas wert ist, da amerikanische Baumwolle aufgrund von nationaler Subventionierung wesentlich billiger ist als Baumwolle aus Westafrika. Die westafrikanischen Bauern müssen also ihre Baumwolle um einen ähnlichen Preis verkaufen, bekommen aber nicht Milliarden an Subventionen. Darüber hinaus fließt Geld über Firmen und Trusts schneller aus Burkina Faso heraus, als es hineifließen kann UND selbst die Enkelkinder der jetzigen Generation (deren Lebenserwartung 52 Jahre und Arbeit bis zuletzt „beträgt“) sind bis über beide Ohren verschuldet.

Sofern man überhaupt darüber Bescheid weiß, so wird man sich vermutlich denken „Das ist doch pervers!“ Ich persönlich aber wäre bis vor kurzem nicht auf die Idee gekommen, das in direkter Verbindung mit der Allgemeinen Deklaration der Menschenrechte (UDHR) zu sehen. Tatsache ist, dass es sich hier um ein soziales Teilhaberecht handelt. Im Konkreten der UDHR: Artikel 22, 23, 24 und 25.

Mit den politischen Rechten (positiven Teilnahmerechten) könnte es man nun genauso machen, ich werde es an dieser Stelle allerdings unterlassen.

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Wortlaut: Universal Declaration of Human Rights
Wortlaut: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Universal Declaration of Human Rights @ Facebook
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UNO-Webpräsenz

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