»Die Wissenschaft und die Lehre ist frei!«

Gedanken Segantinis
Image via Wikipedia

Es gibt derzeit ja wieder ein großes Gemurmel über die Wissenschaften. Wie sollen sie aussehen und vor allem, wie soll sie weitergereicht, gelehrt werden. Leider wird dieses große Gemurmel von einer großen Öffentlichkeit für einen Ruf nach Geld missverstanden (ich schätze, das kommt davon, wenn man als Kind zuviel stille Post gespielt hat).

Aber ein Geldruf ist es ja gar nicht – oder zumindest ist dieser Geldruf ein untergeordneter. Ich für meinen Teil mache mir schon länger Gedanken über einen Satz meines Professors Mag. Dr. Glauninger, wir, die Studenten seien Teil des wissenschaftlichen Betriebes, wären tatsächlich seine Kollegen. Vielleicht sehe ich das etwas radikal, aber für mich bedeutet das, wir StudentInnen sollten tatsächlich auch forschen. Und tatsächlich kann ich mir nicht vorstellen, wie sich bei dem derzeitigen System sich ewig wiederholender Pro(to)seminare ein oder eine WissenschaftlerIn bilden soll.

Erst vor ein paar Tagen ist mir eine Möglichkeit eingefallen, StudentInnen unter dem alten Stichwort learning by doing wissenschaftliche Praxis lehren kann. Das gute daran: es erfüllt auch gleichzeitig die Forderung der derzeitigen StudentInnenproteste nach einer Uni von unten:

Die Idee dreht sich um einen virtuellen Think Tank, in dem Studierende leicht ins (wissenschaftliche) Gespräch kommen können, gemeinsam an Projekten arbeiten können. Die technische Umsetzung könnte etwa bestehen aus einer Kombination von cyn.in oder Buddypress (Asynchrone Kommunikation) und einem Webmeeting System (Real-Time Collaboration) wie dimdim, Adobe Connect oder openmeeting (auch Skype könnte ohne weiteres eingebunden werden). Die Software bietet natürlich nur ein Framework, das von sich aus zu nichts – geschweige denn zu einem produktiven Diskurs – führt. Daher ist neben der Auswahl der richtigen Tools die Moderation der entscheidende Faktor für den Erfolg eines solchen Systems. Man kann hier also von einer Art betreutem Forschen sprechen. Es heißt dann in Ahnlehnung an den Grundatz der Akademien: »Lehre durch Forschung ist frei«.

Links, die noch interessant sein könnten:

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    • jannyle
    • 14. November 2009

    hi martin!
    auch interessant in dem zusammenhang ist der weltweite Kontext, in dem mMn auch die aktionen in Berkeley und London betrachtet werden sollten…so far so long so good
    jannyle

  1. hi jannyle!
    danke für den hinweis! emancipation for all hab ich schon beinahe vergessen gehabt! und danke für die berkeley-site, die ich tatsächlich noch nicht kannte.
    natürlich wäre obere idee interdisziplinär und ebenso -national zu verstehen. sicher nicht von anfang an, aber es kann sich leicht(er) in die richtung bewegen…

    martin

  2. Wesentlich genaueres dazu hier: http://wp.me/p7TqF-8P

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