leserliches Gekritzel

Man könnte wohl meinen letzten Literatur-Post missverstehen. Man mag glauben, es ginge mir darum, avantgardistische – d.h. möglichst unverständliche – Literatur zu verfassen. Gerade der letzte Absatz scheint in die Richtung zu deuten. Aber: Mein Ziel ist das sicherlich nicht!

Ich glaube Daniel Kehlmann hat mit seiner Poetologie recht. Und auch Morrisey/The Smiths konnten ihr sozialrevolutionäres Potential nur durch das trojanische Pferd der Musik Johnny Marrs aktualisieren. (Danke criminally vulgar für den Hinweis!) Aber die Idee ist bereits wesentlich älter als Kehlmann oder Britpop. Die Idee, von der hier die Rede ist, ist die, seinen LeserInnen mehrere Ebenen zu bieten. Oder, in den Worten der Rezeptionsästhetik: einen Balanceakt, unterschiedlichste Erwartungshorizonte zu bedienen und zu brechen. Die Möglichkeit bieten, den Text als einfache Unterhaltung zu lesen, genauso wie die Möglichkeit, einen klassischen Literaturwissenschaftler seine hermeneutischen Werkzeuge an den Text bringen zu lassen.

Aber gleichzeitig geht es natürlich um die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, der des Autors!

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