To link or not to link…

Blogparade Linkkultur

David Röthler hat mich auf eine neue Blog-Parade aufmerksam gemacht; das Thema: Link-Kultur, ihr Tod, ihr Leben, ihre Praxis? Dabei beantworten (österreichische) BloggerInnen vier Fragen:

  • Worin siehst Du die Gründe für die Abnahme der Verlinkungen?
  • Welche Folgen ergeben sich daraus für uns als Blogger?
  • Wie gehst Du in Deinem Blog mit Verlinkungen und Blogroll um?
  • Was können wir für ein Wiederbeleben einer aktiven Link-Kultur tun?

Darum will ich mal einen Metablogpost wagen:

Als kleiner No-Name-Blog, wäre mir die Abnahme der Verlinkungen vermutlich gar nicht aufgefallen und wenn man sich die bisherigen Artikel der Blogparade ansieht, geht es scheinbar nicht nur mir so. Was nicht heißen soll, dass nichts für die gegenwärtige Link-kultur getan werden sollte. Unter uns BloggerInnen hat der Link eine völlig neue Bedeutung bekommen, die er bisher nicht hatte: Der Link als Medium der Kommunikation. Das ist auch der Grund, warum ich von Anfang an Blogrolls eher misstrauisch beobachtet habe. Und tatsächlich: Schnell hat sich herausgestellt, dass Blogrolls nichtssagende Listen von Namen und Titeln sind. Darum war ich auch so überrascht, dass fast alle meiner VorredernInnen sich so sehr auf sie konzentriert haben.

"Untitled" by Smithsonian Institution

Wenn man Blogrolls als Hauptelement der Link-Kultur ansieht, kann es nicht Überraschen, dass die Link-Kultur abnimmt. Die Frage, die sich mir stellt: Nimmt die post-interne Verlinkung ab? Dass kann ich nur schwer beantworten, da ich beinahe ausschließlich englischsprachige Blogs lese, bei denen grundsätzlich eine andere Blogging/Social Media-Kultur herrscht. Bei den wenigen deutschsprachigen Blogs allerdings stimmt es schon, dass beinahe keine Verlinkung existiert. Ich hab das Gefühl, dass BloggerInnen in unserem Sprachraum immer eigenbrötlerischer werden – ein Trend, der sich (kurzfristig?) während der Blütezeit von #unsereuni aufhob. Darum halte ich „Listen“ wie Blogparades und Blognetzwerke (etwa die freisein blogwelt oder das blattwerk) für enorm wichtig. Und zwar nicht als individueller Link-Ersatz, sondern, um BloggerInnen zusammen zu bringen und die Verlinkung zu forcieren.

Ich selbst schreibe derzeit v.a. für Leute, die ich bereits kenne, verbreite meine eigenen Artikel auf Twitter und Facebook, hab Zemanta installiert (das allerdings nur hilft, wenn ich grad mal den englischen Post schreibe) und lese einige (derzeit etwa 6 deutsche und 20 englische) Blogs. Mir viel es auch schwer, Blogs zu finden, die mich interessieren. Darum versuche ich gerade, Freunde, von denen ich weiß, dass sie etwas zu sagen haben, zum Bloggen zu motivieren. Selbst verlinken tu ich viel, selten aber (klassische) Blogs – was einerseits an besagter Bloglosigkeit und andererseits an meinen Themen liegt. Ansonsten verlinke ich viel und gern (in dem Artikel grad eig. recht wenig, wie mir auffällt). Meistens blogge ich auch nicht einfach drauf los, sondern lese erst Artikel zu dem Thema, die ich dann auch verlinke. Bei der Verlinkung selbst halte ich mich an mashable und ReadWriteWeb; d.h. im Text verlinke ich Nachweiße,  Bezugnahmen, Beispiele und unterm Post verlinke ich verwandte Artikel.

Und dann hab ich seit kurzem noch etwas, das ich #ArticleFriday nenne. Von allem, was ich in der Woche online gelesen habe, verlinke ich hier die Top Beiträge und gebe ein kurzes Kommentar dazu. Und obwohl Eigenlob angeblich stinkt, finde ich das eine großartige Idee. Blogrolls sind stimmlose und eingefrorene Linklisten zu Blogs, die z.T. kaum be/geschreiben werden; #ArticleFridays hingegen dynamische Linklisten, die sich auf spezifische Artikel beziehen. Das bietet den Mehrwert, direkt zu interessanten Einträgen geleitet zu werden und im vornherein zu wissen, worum es geht. Außerdem nimmt der #ArticleFriday eine wesentlich prominetere Rolle im Blog ein, als eine meterlange Blogroll rechts ganz unten in der Seitenleiste.

Reblog this post [with Zemanta]
  1. ja ich bin noch ziemlich neu als bloggerin,werde mich bald damit befassen wie das denn genau geht mit der verlinkerei,besonders nach deinem artikel :-)
    danke regido

  2. neu bin ich ja nicht gerade (immerhin seit fast 2 1/2 Jahren Blogger), aber dass ich mich intensiver mit Bloggen auseinandersetze ist noch nicht lang her.
    Schau dir auch die anderen Teilnehmer der Blogparade an; sind einige recht interessante Artikel dabei. Mein heutiger #ArticleFriday wird auch ein Linkkultur-Special haben:)

    also dann: willkommen auf WordPress! Hope you’ll enjoy your stay!

  3. :-) danke werde auf jeden fall reinsehen
    gruss regido

  4. Noch ein Link, der zu der Frage der Blogparade passen würde, wäre das Standard-Interview mit Jakob Augstein von „Der Freitag“

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