Posts Tagged ‘ Philosophie ’

Vier „Kinderbücher“, die man gelesen haben muss

Ich fange mit dem offensichtlichen, das zu erwähnen mir beinahe peinlich ist, an:

Momo (Michael Ende)

Die Geschichte eines kleinen Mädchens, das gegen die zeitstehlenden Grauen Männer. Sehr phantasievoll

Mio, mein Mio (Astrid Lindgren)

Bo Vilhelm Olsson, der Sohn eines Märchenkönigs, der sich zusammen mit seinem besten Freund Jum-Jum aufmacht, die entführten Kinder vom bösen Ritter Kato zurückzuholen.

Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)

Ich glaube nicht, dass ich über den Prinzen irgendetwas sagen muss. Trotzdem: Sehr philosophisch und wunderschön!

Der König und das Meer (Heinz Janisch)

Kürzestgeschichten von einem König, der mit allen möglichen Dingen seiner Umgebung spricht und von ihnen lernt. Beispiele sind das Fischernetz, das sich weigert, das gesamte Meer zu fangen, der Baum, der in seiner Krone Vögel hausen lässt und die Wolke, die nicht aufhört zu regnen. Hört sich kitschig an, ist es aber nicht!

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Sartre’s verwirrte Sprache

Nein, ich meine nicht Sartre’s verwirrende Sprache…

Ich habe mich entschlossen, wieder etwas Sartre zu lesen, derzeit gerade „Das Imaginäre“ (Rowohlt, 1994). Es hat mich früher schon gestört, doch jetzt kann ich es erstmals richtig formulieren: Sartre springt in seinen philosophischen Schriften zwischen verschiedenen Sprachebenen hin und her! Er definiert Zusammenhänge, oder schreibt, ein gewisses Wort habe in Zusammenhang mit dem vorstellenden Bewusstsein keinen Sinn, benutzt jedoch genau dieses Wort zwei Seiten weiter doch in Zusammenhang mit dem vorstellenden Bewusstsein! Es ist keineswegs so, dass er dadurch die ursprüngliche Verneinung der Beziehung zwischen den beiden Worten aufhebt oder gar umkehrt, sondern vielmehr so, dass er besagtes Wort plötzlich in einer anderen Art und Weiße (eben einer anderen Ebene) benutzt. Spricht er erst von einem philosophischen Zusammenhang, benutzt er das Wort später in einer Art Alltagssprache. Weiterlesen

Back on air again! and in…

Passend zum Aufbruch der Wolken über Wien und den zu erwartenden lauen Burggarten-Abenden an der Frischluft, traut sich auch vordichtung wieder heraus. Vor ein paar Minuten habe ich die Privacy Options von vordichtung.wordpress.com geändert, und die neue vordichtung-Site der Öffentlichkeit zugänglich gemacht! Have fun, people out there, vordichtung and myself!

Martin Prechelmacher

Brüder des Universellen Menschen

Fini! Finally! tja…wenn man nicht zum lesen kommt…=(

Jedenfalls hier noch ein Artikel über den Universellen Menschen und die Gegenüberstellung der Kien-Brüder. Vielleicht folgt noch ein abschließender Artikel – einer, der in sich geschlossen ist – vielleicht auch nicht…mal sehn.

Man kann Peter Kien als Prototypen eines fanatischen Gelehrten ansehen. Insofern erlangt „Die Blendung“ heute politische Brisanz. Betrachten wir nun vorerst Peter ausschließlich in dieser Rolle: Er spricht von sich selbst als Atheist, doch seine Religion ist das Wissen, das geschriebene, erkaltete, tote Wort. Beschrieben sind nur zwei Erlebnisse, bzw. Abenteuer: sein Bibliotheksbesuch, bei dem sich Geister auf die Bücher setzen. Im Verlauf der Zeit werden die Bücher zu Manifestationen der Geister. Aus ihnen heraus zieht er seine einzigen Gesrpächspartner und Meister – Konfuzius als einer von ihnen. Weiterlesen

Canetti again

philosophie.uni-mainz

Wow! Heute am Weg in die Arbeit endlich im letzten Abschnitt von der Blendung angelangt – Welt im Kopf – und diese Umkehrung ist einfach wunderbar! George Kien, als der einzige Mensch, der den Menschen sieht. Nicht umsonst erwähnt Canetti seinen Vorgänger und dessen Meinung zu „den Irren“: verrückt werden eben nur die Menschen, die immer nur an sich denken. Er selbst, wie auch alle anderen Charaktere des Buches denken, wie ich denke bereits dargelegt zu haben immer nur an sich selbst – selbst dann, wenn sie scheinbar an den/die andere/n denken – siehe Kiens Empathie zu Fischerle – denken sie tatsächlich nur wieder an sich selbst. Und jetzt kommt da dieser Mensch, der Weiterlesen

Zur Wesensbestimmung der modernen Theodizee

 

Gedanken im Vorfeld einer psychologischen Ontologie

 

 

 

Dieser Artikel ist Teil einer dreiteiligen Serie, die ich vor ca. einem Jahr verfasste. Vieles würde ich heute anders schreiben und einiges anders Denken…

Der Begriff Theodizee wurde eingeführt von Gottfried Wilhelm Leibniz in seiner vielleicht bedeutsamsten Schrift Theodicée und beschreibt die Rechtfertigung Gottes mit juristisch-philosophischen Mitteln. Diese Rechtfertigung wurde notwendig, als die Erkenntnis,

 

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