Posts Tagged ‘ unsereuni ’

Audiwo?

Seit 6.30 heute morgen ist das Audimax der Uni Wien also geräumt. Wut und Enttäuschung werden wohl die Antwort vieler sein; genausoviele werden Freude und Genugtuung emfpinden; die meisten aber wird ein recht eigentümliches Gefühl beschleichen. Jene nämlich, die #unsereuni schizophren gegenüber stehen, jene, welche die Protestform oder einzelne Aktionen, vielleicht auch Meinungen und Verhaltensweisen einiger Mitglieder davon abhielt, sich ganz mit #unsereuni zu identifizieren. Doch was bedeutet die heutige Räumung des Zentrums der Proteste für die Bewegung?

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Catalyst

Speakers view at The First Conference on Artif...
Image by brewbooks via Flickr

Was Catalyst sein soll, habe ich hier und hier bereits erläutert. Aber eine schöne Idee ist wertlos, wenn sie nicht umsetzbar ist. Thus a few comments on the technical implementation of such a system:

Synchron und Asynchron

Der klassische und weit rezipierte wissenschaftliche Diskurs findet traditionell in asynchronen Medien statt. D.h. in Büchern und Journalen. Daneben gibt es Symposien und ihre berühmten Kaffeepausen. Catalyst sollte versuchen, beides zu bieten. Dabei müssen die Tools nicht nur leicht zu bedienen sein, sondern a) integriert, d.h. in einer Plattform und b) durchsuchbar sein. Weiterlesen

Catalyst Think Tank

Flickr Image via Troy Holden

Flickr Image via Troy Holden

Dass die Studienbedingungen zwischen schlecht und katastrophal schwanken, darauf brauche ich nicht hinzuweisen. Das tun lautstärker und umfangreicher meine KollegInnen in ganz Österreich. Auch darüber, dass es hier nicht um Geldmangel und -forderungen geht, sondern dass es vorrangig strukturelle Probleme sind, brauche ich wohl nicht weiter behandeln. Mir geht es darum Lösungsvorschläge zu bringen. Lösungsvorschläge, das heißt eigentlich Lösungsvorschlag: Catalyst (vage bereits hier formuliert), eine Art virtueller Think Tank. Grob gesagt, soll das eine integrative Plattform sein, über die Studierende wissenschaftlichen Diskurs mimen, lernern und schließlich in diesen eingebunden werden. Genauer gesagt, klingt das dann ungefähr so: Weiterlesen

Wider die Entpolitisierung

Piraten @ #unibrennt

via ueznuer

Ich wundere mich ja schon seit langem über die Reaktionen der Politik über die gegenwärtigen Studentenproteste. Es ist klar, dass die erste Antwort auf antiautoritäre Proteste erst einmal ängstlich, feindselig und etwas ratlos ausfallen. Und das ist bei Auftritten wie im Bild links auch nachzuvollziehen.

Aber mit einer solchen Ratlosigkeit konnte man doch tatsächlich nicht rechnen! Denn man muss sich ja überlegen was hier geschieht. Und was bei jeden größeren Protesten geschieht.

Noch bis vor wenigen Monaten haben die Köpfer PolitikerInnen und spin doctors geraucht über die Frage, wie man denn der Politikverdrossenheit der Bevölkerung und insbesondere der Jugendlichen begegnen könne. Nun ja: Hier ist die Antwort! Und diese Antwort ist, so ungern das die BesetzerInnen wohl auch hören wollen, frei von Ideologie. Denn diese Politisierung betrifft nicht nur die BesetzerInnen, sondern auch deren GegnerInnen, SympathisantInnen,…

»Die Wissenschaft und die Lehre ist frei!«

Gedanken Segantinis
Image via Wikipedia

Es gibt derzeit ja wieder ein großes Gemurmel über die Wissenschaften. Wie sollen sie aussehen und vor allem, wie soll sie weitergereicht, gelehrt werden. Leider wird dieses große Gemurmel von einer großen Öffentlichkeit für einen Ruf nach Geld missverstanden (ich schätze, das kommt davon, wenn man als Kind zuviel stille Post gespielt hat).

Aber ein Geldruf ist es ja gar nicht – oder zumindest ist dieser Geldruf ein untergeordneter. Ich für meinen Teil mache mir schon länger Gedanken über einen Satz meines Professors Mag. Dr. Glauninger, wir, die Studenten seien Teil des wissenschaftlichen Betriebes, wären tatsächlich seine Kollegen. Vielleicht sehe ich das etwas radikal, aber für mich bedeutet das, wir StudentInnen sollten tatsächlich auch forschen. Und tatsächlich kann ich mir nicht vorstellen, wie sich bei dem derzeitigen System sich ewig wiederholender Pro(to)seminare ein oder eine WissenschaftlerIn bilden soll.

Erst vor ein paar Tagen ist mir eine Möglichkeit eingefallen, StudentInnen unter dem alten Stichwort learning by doing wissenschaftliche Praxis lehren kann. Das gute daran: es erfüllt auch gleichzeitig die Forderung der derzeitigen StudentInnenproteste nach einer Uni von unten: Weiterlesen